Die Wahljahr Jagd

Wir haben Mitte Januar. Die CDU Klausur ist vorbei und die Medien denken „Es ist Wahljahr“ Eine Berliner Zeitung publiziert Analysen und schöne Grafiken. Einen Münchener Zeitung schreibt: „Es hat begonnen – Das Wahljahr!“

Ist das wirklich ein Wahljahr?

Nein! Wir wählen nur an einem Tag und wir Wähler können die Wahl zum 19. Bundestag im September per Kreuz entscheiden.

Da nützen auch solche wunderbaren Schlagzeilen nicht wie „Linke will mit Sozialgeschenken der AFD Wähler abjagen“ oder „Die Grünen suchen ihre Linie.“

Mir bereitet es sorgen wenn Print Funk, Fernsehen und Online schon jetzt so massiv auf die Bundestagswahl Jagd gehen wenn wir die nächsten neun Monate nur von Parteiprogrammen, Aus- und Eintritten sowie „Hier muss ein Machtwort gesprochen werden“ hören Ich kann manchem nicht verdenken wenn er von Wahlmüdigkeit spricht.

Und wenn dann wieder Wahlabend ist und wir eine Hochrechnung nach der anderen bei allen Programmen und online sehen, dann wird eine Zahl wieder vollkommen vergessen werden, die meiner Meinung nach einer der wichtigsten Zahlen ist: Die Wahlbeteiligung. Denn was nützt es wenn die Parteien 10, 20, 30 oder 40 Prozent haben wenn doch kontinuierlich seit Siebzigerjahren die Wahlbeteiligung von 90 auf 70 % gesunken ist.

Grob gesagt ist damit einer von dreien nicht zur Wahl gegangen.

Was denkt dieser eine. Was möchte er.

Diesen Einen sollten sich die Parteien vorknöpfen.

Diesen einen sollten sich die Medien vorknöpfen.

Jeder hat eine Stimme.  Wichtig ist die im September. Und zwar alle Stimmen. Schauen Sie auf die Wahlbeteiligung.

Macht’s gut, Nachbarn.